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Der Larynx-Tubus (LTS-D):
Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Reanimation von Patienten mit Verdacht auf Covid-19

Am 7. April 2020 stellte dasFOAM Think Tank (www.dasfoam.org) einen hoch interessanten Beitrag mit dem Titel: "Reanimation und Covid-19: Die Renaissance des Larynxtubus?" online. 

 

In diesem Beitrag geht es um das Risiko einer Infektion mit SARS CoV-2 im Rahmen einer kardiopulmonalen Reanimation von Patienten bei denen Covid-19 vermutet wird. 

 

Nun wurde die Untersuchung dazu in der Zeitschrift „Resuscitation“ als sog. „pre-proof“ veröffentlicht [Ott M, Milazzo A, Liebau S, Jaki C, Schilling T, Krohn A, Heymer J, Exploration of strategies to reduce aerosol-spread during chest compressions: A simulation and cadaver model, Resuscitation (2020), doi: https://doi.org/10.1016/j.resuscitation.2020.05.012]. 

 

Die Autoren dieser Arbeit haben sich Gedanken darüber gemacht, wie hoch das Risiko für das eingesetzte Personal ist, insbesondere beim Atemwegsmanagement durch Patientenaerosol, und welche Hilfsmittel das Risiko einer Infektion minimieren könnten. Die Untersuchung fand mithilfe eines modifizierten Reanimationsmanikins statt. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass der Einsatz des LTS-D in Verbindung mit einem 

Atemsystemfilter das Risiko einer Infektion am besten minimieren kann. Mit dem LTS-D verglichen wurden die Thoraxkompression ohne Beatmung, die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes oder alternativ einer Sauerstoffmaske am Patienten, die Beutel-Maskenbeatmung mit Atemsystemfilter, eine Larynxmaske sowie die endotracheale Intubation mittels direkter Laryngoskopie. Das Ergebnis der Untersuchung konnten die Autoren in einer weiteren Untersuchung an Körperspendern bestätigen. Die Abbildungen zeigen eindrücklich die unterschiedliche Aerosolverteilung.  

 

Abbildungen: © Dr. Matthias Ott